Wickelfisch statt Badetuch: Wie wir zu Bebbi wurden
Wenn Zürcher Taucher plötzlich ohne Flasche und Neopren unterwegs sind, dafür mit einem quietschgelben Wickelfisch unterm Arm, dann kann das nur eines bedeuten: Ausflug nach Basel! Am 8. August tauschte ein Teil des TC Aquarius den heimischen Zürisee gegen den Rhein – und wurde dabei für einen Nachmittag zu waschechten Bebbi.
Treffpunkt war das Restaurant Chez Jeannot direkt beim Museum Tinguely, die einen kamen in Fahrgemeinschaften, die anderen mit dem ÖV. Bei sengender Hitze und strahlendem Sonnenschein liessen wir uns erst mal ein Getränk schmecken und genossen die gute Stimmung, bevor es ernst wurde. Der Weg ins Wasser führte direkt vom Restaurant über den Uferweg hinunter zum Rhein – und schon dort fiel uns auf: Der Fluss führte diesen Sommer auffällig wenig Wasser. Unten am Kies angekommen hiess es dann: fertigmachen fürs Nass. Und ganz wichtig, das haben wir gelernt: Ohne Signalboje oder eben den legendären Basler Wickelfisch geht hier niemand ins Wasser!
Der niedrige Wasserstand bedeutete auch: wenig Strömung. Macht aber nichts, dafür war es umso wärmer – und geschwommen wurde ohnehin in bester Gesellschaft. Am Ufer und im Wasser tummelten sich unzählige Baslerinnen und Basler, alle mit demselben Ziel: sich vom Rhein durch ihre Stadt tragen zu lassen. Wir liessen uns treiben, schwammen gemütlich mit, vorbei am Letziturm, der Papiermühle, dem Kunstmuseum und dem imposanten Basler Münster, dessen Türme weit über das Wasser hinausragten. In den Vorjahren ging's jeweils bis zur Johanniterbrücke, diesmal aber – Niedrigwasser und schwache Strömung sei Dank – stiegen wir schon eine Brücke früher aus, bei der Mittleren Brücke. Zum Glück, denn sonst hätten wir unsere Restaurant-Reservierung nie geschafft!
Am Ausstieg abgetrocknet und schön abgekühlt, ging's zu Fuss den Rhein entlang weiter zur Ueli Brau Bar. Dort erwartete uns ein Abend, wie ihn Zürich so nicht bietet: ausgelassene Stimmung, viel Gelächter und mittendrin sogar Strassenmusiker, die im Biergarten aufspielten. Bei Fish & Chips, Burger und Flammkuchen liessen wir den Tag Revue passieren – und mussten zugeben: So ein bisschen Bebbi-Flair könnte dem Zürisee auch mal guttun. Gegen 20:15 Uhr ging's dann zurück Richtung Zürich, mit nassen Wickelfischen und der Gewissheit: Das war nicht das letzte Mal in dieser Bar, schliesslich waren wir auch letztes Jahr schon hier.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Bademeister Anne und Jochen für die umsichtige Organisation und Betreuung dieses unvergesslichen Nachmittags am Rhein!
Alle Eindrücke vom Rheinschwimmen am 08. August 2026 findet ihr in der Bilder-Galerie.